Fauna - Ammenhaie

Ammenhaie ähneln der gängigen Vorstellung von Haien recht wenig: Weit davon entfernt, kühne Jäger der Hochsee mit stromlinienförmigen Umrissen und eleganten Bewegungen zu sein, sehen einige geradezu bizarr aus, mit eigenartigen häutigen Anhängseln am Kopf und bunt gemustertem Körper (Teppichhaie der Gattung Orectolobus). Sie bewohnen die Küstenregionen warmer Meere, wo sie gerne auf dem Boden oder zwischen Felsen versteckt liegen. Dabei scheinen sie recht ortstreu zu sein. Es sind träge Haie, nicht angriffslustig, manche fast zutraulich. Jean-Jacques Cousteau berichtet von Ammenhaien, die Tauchern Fleischstücke aus der Hand nahmen, sie sich aber hin und wieder von anderen kleinen Haien wegschnappen lassen mussten, die flinker waren. Auch der Name Ammenhai soll von ihrem "gutmütigen Charakter" herstammen. Das hindert diese Haie aber nicht daran, auch empfindlich zuzubeißen, wenn sie sich angegriffen fühlen, z. B. wenn Badende auf sie treten.

Gewöhnlicher Ammenhai (Nebrius ferrigineus)

Arten:
Zu den Riesen der Haie zählen sie zwar nicht, immerhin wird aber der Atlantische Ammenhai (Ginglymostoma cirratum) wohl an die 4 m groß. Die im Indopazifik vorkommenen Arten der Gattung Nebrius werden maximal ca. 3 m lang.