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Ammenhaie ähneln der gängigen Vorstellung von Haien recht
wenig: Weit davon entfernt, kühne Jäger der Hochsee mit stromlinienförmigen Umrissen und eleganten Bewegungen zu sein, sehen
einige geradezu bizarr aus, mit eigenartigen häutigen Anhängseln am Kopf und bunt gemustertem Körper (Teppichhaie der Gattung
Orectolobus). Sie bewohnen die Küstenregionen warmer Meere, wo sie gerne auf dem Boden oder zwischen Felsen versteckt liegen. Dabei
scheinen sie recht ortstreu zu sein. Es sind träge Haie, nicht angriffslustig, manche fast zutraulich. Jean-Jacques Cousteau berichtet
von Ammenhaien, die Tauchern Fleischstücke aus der Hand nahmen, sie sich aber hin und wieder von anderen kleinen Haien wegschnappen
lassen mussten, die flinker waren. Auch der Name Ammenhai soll von ihrem "gutmütigen Charakter" herstammen. Das hindert diese
Haie aber nicht daran, auch empfindlich zuzubeißen, wenn sie sich angegriffen fühlen, z. B. wenn Badende auf sie treten.
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