Delfine sind Kleinwale von meistens 2-3 m Länge. Der Kiefer ist
deutlich abgesetzt, so dass ein "Schnabel" entsteht. Eine Ausnahme macht hier nur der Rundkopfdelfin (Grampus griseus). Die
Körpergestalt ist sehr variabel und reicht von der sehr schlanken, stromlinienförmigen Gestalt der Glattdelfine (Lissodelphis) bis
zur gedrungenen, rundschnauzigen Erscheinung des Rundkopfdelfins. Mit Ausnahme der Glattdelfine haben alle Delfine eine Rückenfinne.
Die größte Art ist der Große Tümmler, der 4 m Länge erreichen kann.
Intelligenz: Eine Frage, die im Zusammenhang mit Delfinen immer wieder gestellt
wird, ist die nach ihrer Intelligenz. So rufen Berichte über die Rettung Schiffbrüchiger durch Delfine Verwunderung hervor und
werden gerne als Beweis für die besondere Einsichtsfähigkeit dieser Tiere angeführt. Man muss allerdings wissen, dass es zum
instinktiven Verhaltensrepertoire von Delfinen gehört, dass Neugeborene über Wasser gehalten werden oder verwundete Artgenossen in
die Mitte genommen und gestützt werden, damit sie nicht ertrinken. Diese angeborenen Verhaltensweisen mögen auch schon mal
ertrinkenden Menschen zugute gekommen sein, ein Beweis für überlegtes, planvolles Handeln lässt sich hieraus jedoch nicht
ableiten. Auch die in Delfinarien immer wieder bestaunten Fähigkeiten zum Apportieren oder zu gemeinsamen synchronen Bewegungsweisen
beruhen auf einer Dressur, die natürliche Verhaltensweisen und eine ausgeprägte Lernfähigkeit nutzt, wie sie allerdings auch
bei vielen anderen Tieren vorhanden ist.
Lebensweise: Delfine leben in Schulen von 20 bis zu mehreren 100 Tieren zusammen
und ernähren sich von mittelgroßen Fischen (u. a. Fliegende Fische) und Kopffüßern. In Freiheit sind diese Wale sehr
aktiv und spielerisch, oft begleiten sie Schiffe und reiten stundenlang auf deren Bugwellen einher. In Gefangenschaft sind sie weitaus
schwieriger zu halten als andere Arten.
Fortpflanzung: Die Tragzeit beträgt bei Delfinen etwa 9-11 Monate. Danach
wird 1 Junges von 75-85 cm Länge geboren.
Bestand: Der Gemeine Delfin ist einer der häufigsten Wale auf der Erde.
Dennoch müssen einzelne Populationen, die durch Fänge stark dezimiert wurden, als bedroht gelten, so die Bestände des Schwarzen
Meers, des Mittelmeers und des östlichen Pazifiks. Die Russen und die Türken stellten daraufhin die Fänge im Schwarzen Meer ein.
Weiterhin gefangen wird der Gemeine Delfin in Japan und Südamerika. Sehr häufig gerät dieser Delfin auch versehentlich in die
Netze bei der Thunfischfischerei.