Am bekanntesten sind die Wimpelfisch-Arten der Gattung Heniochus mit
ihren weit ausgezogenen, weißen 4. Rückenflossenstachel, der schwarz-weißen Streifung und dem gelben Hinterteil.
Als Bindeglied zwischen den Wimpelfischen und den Chaetodon-Arten wird die Gattung Hemitaurichthys angesehen, deren
bekanntester Vertreter der Preußen-Schmetterlingsfisch (Hemitaurichthys zoster, bis 18 cm) ist. Diese Art streift im Gegensatz zu
den meist paarweise lebenden Chaetodon-Arten in kleinen Schulen von 20-30 Tieren umher.
Aquarienhaltung: Spezielle Pflegeanweisungen für diese meist doch sehr
empfindlichen Fische findet der Leser in der umfangreichen Fachliteratur. Allgemein sei gesagt, dass die Wassertemperatur zwischen 25-30 °C
liegen sollte und dass wegen des hohen Sauerstoffbedarfs - wie bei allen Korallenriffbewohnern - für eine leistungsfähige
Sauerstoffzufuhr gesorgt werden muss. Weiterhin sollte man sehr auf abwechslungsreiche Fütterung (Enchyträen, Miesmuschelfleisch,
Mysis-Garnelen, Artemia-Salinenkrebse, Trockenfutter, Salat, Algen, frischgeborene Guppys usw.) achten und durch regelmäßigen
teilweisen (bei Seewasser recht teuren!) Wasserwechsel für niedrigen Nitrit- und Nitrat-Gehalt sorgen. (Nitrit und Nitrat entstehen beim
Eiweißabbau; besonders das Nitrit wirkt sich bei höheren Konzentrationen giftig auf Niedere Tiere und Fische im Seewasseraquarium
aus).
Es sei nochmals betont, dass der Kauf dieser Fische ohne entsprechende Fachkenntnisse in der Haltung verantwortungslos ist.
Alle Korallenfische, die im Handel angeboten werden, sind Wildfänge. Erfahrene Aquarianer und Aquarienvereine sind sicher gerne
bereit, dem Neuling wertvolle Hinweise zu geben. Der Süßwasser-Schmetterlingsfisch (Pantodon buchholzi) ist dagegen ein
Knochenzüngler.